Warum ich mit 32 Jahren endlich ganz von alleine lerne und was das mit New York, Musik und Weihnachten zu tun hat

von Katja Schäfer

kinder yoga

In der Schule war ich kein Fan vom Lernen. Mir fiel das immer schwer, andere waren besser als ich und viele Themen haben mich auch einfach nicht interessiert. Wenn die Lehrer gepredigt haben: “Das lernt ihr nicht für mich, das lernt ihr für’s Leben!” verdrehte ich die Augen und dache: “Ja, ja…”.

Jetzt, mit einiger Zeit Abstand zur Schule, erkenne ich langsam den Sinn dieser Aussage. Wenn ich auf die letzten 3 Jahre zurück blicke, kann ich sehen was ich gelernt habe und wie ich mich dabei entwickelt habe.

Ich habe mich mit Webdesign beschäftigt, damit die Webseite von cocoSUP ansprechend gestaltet ist. Die verschiedenen Social Media Plattformen habe ich durchgearbeitet um zu schauen, welche für mich relevant sind. Ich habe die Ausbildungen zum SUP-Instruktor und zur Yogalehrerin gemacht, damit sich meine Schüler sicher fühlen und ich sicher auftreten kann. Ich habe Transferwissen angewendet, denn von den beiden Ausbildungsinhalten bis hin zum SUP-Yoga oder Bieryoga ist es nicht mehr weit. Und ich habe schreiben gelernt, natürlich nicht perfekt, aber das muss ich auch nicht. Ich weiß aber, dass meine Texte mit der Zeit besser geworden sind.

“Better done than perfect!”

Das alles habe ich freiwillig gemacht, ohne dass mir jemand gesagt hat, dass ich das tun muss. Es fällt mir zwar immer noch nicht so leicht, wie ich denke, dass es das anderen tut, aber ich habe beschlossen, mich nicht mehr ständig mit anderen zu vergleichen. Dementsprechend bin ich mit meiner Weiterentwicklung zufrieden. Und ich weiß mittlerweile, dass sie niemals abgeschlossen sein wird, was ich cool finde, denn es reizt mich, mich mit neuen Themen, Denkansätzen und Ähnlichem zu beschäftigen.

Was ich auch immer super schön finde ist, wenn andere diese Entwicklung sehen können, mich darauf ansprechen und Feedback geben.  Oft wissen sie gar nicht, dass sie das tun, aber so kleine Sätze wie “Schöne Webseite!”, “Machst du deine Yogareise nächstes Jahr wieder?” oder “Dein Dankbarkeitsadventskalender hat mich ins Herz getroffen!” treffen genau in mein Herz!

Dass die persönliche Weiterentwicklung die Schwerste ist, musste ich schon öfter feststellen, denn oft kommen zu den eigenen Gedanken noch die äußeren Umstände und die Meinungen Anderer dazu. Dann muss man aufpassen, dass man seine eigene Stimme nicht überhört. Die brauchen wir nämlich, damit wir uns trauen, den ersten Schritt zu machen. Wenn wir ins Stocken geraten, irgendwas nicht richtig oder schief läuft, müssen wir uns erinnern, warum wir den Weg eingeschlagen haben und wo wir hin wollen. Und diese Info kann nur von innen kommen, nicht von außen. Antworten auf die eigenen Fragen sind schwer und langsam zu finden, aber Hinsetzten und Nachdenken lohnt sich!

“Wenn’s nicht rockt isses für den Arsch!”

Und was hat das jetzt mit New York und Musik zu tun?

Mir macht es mittlerweile Spaß neue Sachen auszuprobieren und zu lernen. Klar, das klappt nicht immer auf Anhieb, aber das Lernen ist eben auch ein Prozess. Und so geht mir das auch mit meinem neuen Musikinstrument: meiner Ukulele! (Oder kurz: Uke) Die Idee dieses Instrument lernen zu wollen kam mir auf Hawaii. Seitdem ich die kleine Inselgruppe besucht habe, höre ich den Klang des kleinen Zupfinstruments total gern. Es tritt immer gleich Entspannung ein und gute Laune macht sich breit!

Deswegen habe ich mir schließlich vor knapp einem Jahr einfach mal, ganz unvernünftig, zuerst das Instrument gekauft, und dann überlegt, wie ich das jetzt lerne. In der heutigen Zeit haben wir echt alle Möglichkeiten. Für mich waren Youtube-Videos und eine Ukulele-App erstmal die beste Wahl. Und so lernte ich langsam die ersten Akkorde und Zupfmuster. Das hat ganz gut geklappt, aber nach einiger Zeit bin ich nicht mehr weitergekommen. Da half nur, immer wieder das Gleiche zu üben, bis die Blockade überwunden war. Und irgendwann ging es weiter und ich habe beim Musizieren den nächsten Entwicklungsschritt gemacht. Nach circa einem halben Jahr, durften meine SUP-Yogis die ersten öffentlichen Klänge hören und zwar während Savasana, der letzten Entspannungsphase meiner Yoga-Stunden auf dem Wasser. Das Feedback war so positiv, dass ich am Ball blieb und alle Yogasessions im Sommer musikalisch abrundete.

Im Herbst wollte ich ein paar neue Lieder lernen und merkte schnell, dass das allein zwar schön ist, aber wie so oft, nicht so richtig viel Spaß macht. Ich wusste aber, dass ich mit den Rhein-Neckar-Bloggern zu Beginn der Adventszeit das New York Christmas Dinner feiern würde, ein Fest, das an Weihnachten in New York erinnern soll. Unter meinen Bloggerfreunden sind auch Andrea und Stefan, zwei erfahrene Musiker, die ich darauf hin ansprach, ob wir in diesem festlichen Rahmen vor kleinem Publikum eine kleine Weihnachtsband auf die Füße stellen wollen. Sie waren von der Idee begeistert und so organisierten wir zwei Treffen zum Üben.

Schon bei diesen Proben waren wir verzaubert von der Musik und freuten uns über die neue Herausforderung! Wir hatten viel Spaß daran, auch mal Fehler machen zu dürfen und waren motiviert bis zum Auftritt nochmal, jeder für sich, zu üben.

Und dann war es auf einmal soweit:

Wir feierten unser New York Christmas Dinner Ende November in Schwetzingen. Und es war unglaublich! Jeder trug seinen Beitrag zum Gelingen des Fests bei: Es gab einen wunderschön geschmückten Weihnachtsbaum, an den jeder seine Lieblingsweihnachtskugel hängen durfte und eine in weiß und silber gehaltene Tischdeko mit bunten Lichtern und dem “Big Apple” in der Mitte. Selbstgemachte Tischsets im Stil der New York Times und mit Namen bestickte Stoffservietten schmückten jeden Platz an der Weihnachtstafel! Ich brachte einen amerikanischen Brokkoli-Bacon-Salat und super schokoladige Muffins mit, die sich auf einem großen Buffet zwischen Pekanuß- und Süßkartoffelkuchen, glitzernden Cakepops und Eggnog wieder fanden.

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Der Duft, des im Ofen schlummernden Truthahns erfüllte den Raum, peppige Weihnachtslieder klangen aus den Lautsprechern und alle waren glücklich und super herzlich drauf. Es wurde fotografiert was das Zeug hielt, bis der Truthahn serviert wurde. Dann wurde es ruhiger, wir nahmen am Tisch Platz und jeder wahr dankbar für die fantastische Atmosphäre, die wir geschaffen hatten.

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Hier spielt die Musik

Nach dem Essen überraschten Andrea, Stefan und ich die anderen Blogger mit unserer Weihnachtsband! Ich war mega aufgeregt, denn das war mein erster richtiger Auftritt mit der Ukulele! Wir räumten schnell den Tisch zur Seite, bauten die Instrumente auf und stimmten uns ein.

Unser Publikum war sehr gespannt und freute sich als die ersten Akkorde des bekannten Songs “Hallelujah” von Leonard Cohen erklangen. Andrea fesselte unser Publikum dabei mit ihrer temperamentvollen Soulstimme und meine Nervosität ließ langsam nach. Im Anschluss spielten wir, nicht üblich für Weihnachten, aber dennoch passend, das Lied “Nothing Else Matters” von Metallica bei dem Stefan mit seinem Gitarrensolo begeisterte. Zuletzt performten wir den Hawaiiklassiker “Somewhere Over the Rainbow” von Israel Kamakawiwoʻole, das war natürlich das Lied bei dem die Ukulele am typischsten hervor trat und spätestens jetzt floss die ein oder andere Träne über die Wangen unserer Zuhörer.

Als Musiker ist es richtig schön, wenn man mit seiner Musik in die Herzen anderer Menschen trifft, was uns an diesem Nachmittag definitiv gelang!

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Ich bin stolz und dankbar

Nach unserem Musikact wichtelten wir zum Abschlus mit selbstgemachten Geschenken und ließen den Tag satt, zufrieden und vollkommen happy ausklingen!

Ich danke Andrea und Stefan dafür, dass ich einen Einblick in ihr Musikerleben bekommen durfte und, dass sie sich Zeit für die Proben genommen haben, so dass ich mich einer neuen Herausforderung stellen und diese meistern konnte. Und ich danke den Rhein-Neckar-Bloggern für das fantastische Event, denn es war fast wie das “echte” Weihnachten! Auf das noch viele weitere kreative Veranstaltungen folgen werden!

Dieser Artikel ist mein Beitrag zum New York Christams Dinner der Rhein-Neckar Blogger! Wenn du neugierig bist, schau auch auf die Seiten meiner Blogger-Kolleginnen! Dort findest du die tollen Rezeptideen durch die wir uns an diesem Tag schlemmen durften. Du findest sie hier!

Viele liebe Grüße
Deine Katja

PS: Wenn wir achtsam mit uns selbst und mit anderen umgehen, werden wir ganz nebenbei auch eine bessere Welt schaffen. Davon bin ich überzeugt.

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By |2018-12-23T17:37:04+00:00Dezember 22nd, 2018|Allgemein|2 Comments

About the Author:

Hallo, ich bin Katja, Stand-up-Paddling-Trainerin, Yogini und Weltreisende. Seit Februar 2016 bin ich zertifizierte Yogalehrerin der Yoga Alliance und gebe Hatha-Yoga-Flow Kurse in Heidelberg. Im Sommer laufe ich gerne über das Wasser und unterrichte Anfänger im Stand-up-Paddling. Auf cocoSUP berichte ich über meine Leidenschaft zu Wasser, Natur und Reisen. Zudem bin ich freiheitsliebend, ehrlich und auf dem Weg in ein zunehmend selbsbestimmtes Leben. Viel Spaß beim Stöbern!

2 Comments

  1. Conny 23. Dezember 2018 at 22:49 - Reply

    Liebe Katja,
    so schön geschrieben! Ich liebe die Ukulele und finde auch, dass sie ein richtiges Gute-Laune-Instrument ist. Mit Eurem Konzert ward Ihr das i-Tüpfelchen bei unserem New York Christmas-Dinner.

    Das Schöne am Leben nach der Schule ist ja, dass wir uns da selbst aussuchen dürfen, was wir lernen möchten. Und ich finde es wichtig, dass wir damit nie aufhören.

    Ich hoffe auf viele weitere so schöne Begegnungen im neuen Jahr. Hab ein wunderbares Weihnachten und einen tollen Start ins neue Jahr!

    Herzlichst, Conny

    • Katja Schäfer 24. Dezember 2018 at 9:46 - Reply

      Hallo Conny,

      ich danke dir für deine lieben Worte.
      Ja das stimmt, die Themen selbst zu wählen, die wir lernen wollen ist wirklich schön.
      Damit sollte man eigentliche schon viel früher anfangen.

      Ich wünsche dir auch ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
      Freue mich, wenn wir uns dann wieder sehen!

      Liebe Grüße
      Katja

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