Beim Stand-up Paddling bist du unter freiem Himmel unterwegs. Es gibt keinen Notausgang, keinen Airbag und keinen Sicherheitsgurt. Du bist außerhalb deiner Komfortzone. Hier spielt das richtige Leben und die Natur ist dein Boss. 

Investiere 4 Minuten deiner Zeit, damit du sicher auf deinem Brett stehst.

Bei meinen ersten SUP Ausflügen habe ich mich immer so aufs lospaddeln gefreut, dass ich alles andere um mich herum einfach vergessen habe. Kaum war das Brett aufgepumpt, war ich schon auf dem Wasser.

Diesen Fehler musste ich erst mehrmals machen, bevor ich daraus lernte.

Fehlende Vorbereitung

Ich beachtete nicht die Strömung der Gewässer, auf denen ich unterwegs war, die Sonneneinstrahlung schien mir nicht so wichtig zu sein und mein größter Feind war der Wind.

Los gingen die Touren immer super, ich paddelte, entspannte mich und genoss die Natur… Bis ich mich auf den Rückweg machte. Ich stellte plötzlich fest, dass ich nun gegen den Wind paddeln musste und das wurde mir des Öfteren zum Verhängnis.

Grenzerfahrung

Ich kam nur sehr langsam voran. Bald musste ich auf den Knien weiter paddeln und mich darauf konzentrieren, nicht aufzugeben. Ich hatte Durst, mein Wasservorrat war viel zu schnell ausgeschöpft und auch meine Kraft war am Ende.

Nicht besonders clever, denkst du jetzt?
Richtig, ich habe die Folgen von fehlender SUP Sicherheit und schlechter Vorbereitung beim Paddelausflug auf die harte Tour lernen müssen.

Das soll dir nicht passieren, deswegen habe ich dir in meinem heutigen Artikel die wichtigsten Sicherheitstipps zusammen gefasst.

1. Tourplanung

Mit die wichtigste Vorbereitung für eine erfolgreiche Stand-up-Paddle Tour ist, dass du gut planst. Kläre folgende Fragen im Voraus: Wo ist der Ein- und Ausstieg sicher? Ist er am gleichen Ort oder an verschiedenen? Habe ich mich erkundigt, wie ich zum Startpunkt gelange? Wenn die Tour woanders endet, habe ich mich um den Transport gekümmert? Ist die Länge der Tour für mich und meine Freunde machbar? Habe ich mich ausreichend über das Gewässer erkundigt?

2. Auftriebshilfe

Klar, wir Stand-up-Paddler wissen, auf das Brett geht’s nur, wenn wir auch schwimmen können, Regel Nummer eins! Doch auch wir können schnell an Erschöpfung leiden oder in schwierigen Situationen Panik bekommen. Sei also nicht leichtsinnig, sondern sorge vor. Entweder mit einer Auftriebsweste, die dich an der Wasseroberfläche hält, oder mit Restube, dem kleinen aufblasbaren Sicherheits-Backup, das du auslösen kannst, wenn du es brauchst.

3. Wettercheck

Schau dir an, wie das Wetter am Tag deiner Stand-up-Paddle Tour werden soll. So kannst du dich besser auf Wind oder verstärkte Strömung gefasst machen. Bei gleichem Ein- und Ausstieg solltest du deineTour nach Möglichkeit gegen den Wind oder auch gegen die Stömung beginnen. So kannst du später leichter mit eventuellem Rückenwind bzw. mit der Strömung zum Ausgangspunkt zurückzukehren. An Tagen mit sehr heißen Temperaturen solltest du den Sonnenschutz nicht vergessen. Im Optimalfall gut eincremen, Sonnenbrille mitnehmen, Kopfbedeckung tragen und viel trinken.

Beachte jedoch: Bei Dauerregen, starkem/ablandigem Wind oder Gewitter solltest du nicht aufs Stand-up-Paddle Board gehen, sondern deinen Ausflug verschieben. Auch wenn das manchmal ärgerlich ist, denke dran: SUP Safety first!

4. Share the water

Wir sind nicht die Einzigen, die die Natur vom Wasser aus genießen möchten. Andere Wassersportler wie zum Beispiel Ruderer, Kanuten, Surfer und Kite-/Windsurfer könnten mit uns auf dem Wasser sein. Wir haben alle unsere Daseinsberechtigung und deswegen heißt es: Rücksicht nehmen. Schau dich um, paddel vorausschauend und achte darauf, weder dich selbst noch andere in Gefahr zu bringen. Gerade auf Flüssen können dir Containerschiffe oder Ausflugsboote begegnen. Halte auch hier einen ausreichenden Sicherheitsabstand ein.

5. Den Abgang machen

Dich hat es letztendlich doch vom Brett gehauen? Keine Panik, das passiert uns allen. Wichtig ist, dass du Ruhe bewahrst und dein Paddel festhältst. Kehre zu deinem Brett zurück und steige wieder auf. Damit du im Falle eines Sturzes dein Board nicht verlierst, trage ein Leash. Die Leash ist die Verbindung zwischen dir und deinem Brett. Wann du eine Leash tragen solltest und wann besser nicht erfährst du bei den Profis von SUP-Scout.

6. Buddy-up

Am sichersten bist du beim Stand-up-Paddling unterwegs, wenn du nicht alleine bist. Ein guter Buddy hat dich immer mit im Blick und sieht, wenn du Probleme haben solltest. Im Notfall kann er dir helfen und gegebenenfalls Verstärkung holen. Und was dein Buddy für dich ist, solltest du natürlich auch für ihn sein.

Was hast du bisher erlebt?

Dies sind die Erfahrungen, die ich bisher auf dem Wasser gemacht habe und somit meine Tipps für dich zum Thema Sicherheit beim Stand-up-Paddeln.

Wenn du mit deinem Board vielleicht auch schon mal in brenzlige Situationen gekommen bist, dann teile deine Erfahrung hier mit uns. So können wir unsere Zeit auf dem Wasser gemeinsam sicher gestalten.

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Bis dahin, keep on paddling!

Deine Katja

 

Foto: SUP-Dog Smurf