sup sport

Du hast schon mal das Gefühl erlebt, wie es ist, übers Wasser laufen zu können?
Dein breites Grinsen im Gesicht verschwindet nicht mehr seit deiner letzten SUP-Session?
Du bist mit dem Stand-up-Paddling Virus infiziert?
Du willst mehr???

Dann muss dein erstes eigenes Board her!

Aber wie findest du das richtige Brett und das passende Paddel? Es gibt tausend verschiedene Möglichkeiten! Darunter Hardboards und aufblasbare Boards (iSUPs), lange, kurze, breite und schmale Boards. Vorne rund oder spitz, hinten eckig. Und dann die Paddel, ein-, zwei-, oder dreiteilig, aus Alu, Carbon oder Glasfaser… etc.

Da blickt doch echt keiner mehr durch, oder?

Doch! Julian von Trittbrett-Trend&Sport in Speyer ist Experte im SUP Sport und wenn es um den Kauf eines neuen SUP-Boards geht. Er erklärt dir heute, was zur SUP Ausrüstung zählt und worauf du, vorallem als Anfänger, beim Kauf achten solltest.

Julian, du kennst dich aus! Was sind die hilfreichsten Tipps, die du deinen Kunden beim Kauf ihrer ersten eigenen Stand-up-Paddling Ausrüstung geben kannst?

Wie du sicher selbst schon festgestellt hast, wird man von einer riesengroßen Auswahl an verschiedenen SUP-Board-Typen, Materialauswahl und Preisklassen geradezu erschlagen.

Die für absolut jedermann gültigen Tipps zum Kauf des ersten eigenen Boards kann es deswegen nicht geben.

Teste selbst und finde heraus, welche Ansprüche du an dein erstes SUP-Board hast.

Gerade aufgrund der Vielfalt an Boardtypen und auch an Preisklassen kann man jedem Einsteiger nur empfehlen, sich im Fachhandel beraten zu lassen. Die unabhängigen Tests in den Magazinen und Online-Portalen sind gut, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Auch die definitiven Fakten wie Maße, Volumen, Ausstattung, Zubehör und Preise lassen sich gut vergleichen. Ob dann aber der „Testsieger“, der „Preis-Leistungs-Tipp“ oder ein anderer Titelträger tatsächlich für dich persönlich die beste Wahl ist, bleibt offen.

Aus diesem Grund: Teste selbst!
Auch wenn das bedeutet, dass du vielleicht zunächst etwas Geld ausgeben musst, um dir verschiedene Boards auszuleihen, langfristig wirst du sicher sparen und mit deiner Boardauswahl glücklicher sein.

Da die Lernkurve beim SUP Sport gerade am Anfang extrem steil ist, brauchst du nach ein paar Paddel-Sessions wahrscheinlich kein super breites Einsteiger-Board mehr, da du mittlerweile schon genauso sicher auf einem schmaleren Board stehst und paddelst.

Bei Trittbrett-Trend&Sport bieten wir auch Rabattkarten an. Einsteiger, die zunächst öfter ein Board ausleihen oder an geführten Touren teilnehmen möchten, können damit richtig Geld sparen. Und einen Teil der Leihgebühren können wir bei einem späteren Kauf auch noch anrechnen.

Hardboard oder inflatable Stand-up-Paddling Board (kurz iSUP)?

Die Antwort dazu ist relativ einfach: für einen Einsteiger definitiv ein iSUP! Zumindest bei den Qualitäts-Herstellern überwiegen hier die Vorteile der aufblasbaren Boards deutlich.

Die Vorteile des einfachen Transports und der einfachen Lagerung liegen auf der Hand. Daneben sind aber auch das meist deutlich höhere Volumen gegenüber vergleichbaren Hardboards und vor allem die Robustheit im alltäglichen Umgang ein großer Vorteil. Die Nachteile der iSUPs, wie beispielsweise die geringere Steifigkeit und das etwas indirektere Wassergefühl, sind für den Hobbysportler und SUP-Einsteiger kaum wahrnehmbar.

Eine Ausnahme von dieser Empfehlung sind die SUP-Surfboards. Wenn du mit deinem Board in die Welle möchtest, ist die höhere Steifigkeit eines Hardboards viel wichtiger als auf dem Flachwasser. Und die kantigen Rails eines Hardboards sind essentiell, um beim Wellensurfen Turns, also Kurven, fahren zu können.

Boardtypen: Allrounder, Touring, Race, Wave, etc.

Das hängt natürlich davon ab, welche Form des Stand-up-Paddlings du ausüben möchtest. Und hier kommt wieder das Testen ins Spiel, denn nur wenn ich selbst Erfahrung sammle, kann ich für mich persönlich entscheiden, was ich möchte.

Wir haben in unserer Region wirklich ganz hervorragende Paddelreviere. Die meisten Gewässer hier sind ruhige Flachwasser und somit empfiehlt sich eigentlich ein Touring-, Sport-Tourer oder Race-Board. Dennoch tendieren viele Einsteiger anfangs zum Allrounder, mit der Begründung, dass sie vielleicht nächstes Jahr ans Meer fahren und dann das Wellensurfen ausprobieren möchten.

Ich empfehle aber eher das Board für das Haupteinsatzgebiet zu kaufen, auf dem du die meiste Zeit unterwegs sein wirst. Wenn du einmal einen schnellen Sport-Tourer oder ein Raceboard gepaddelt hast oder von einem solchen ganz lässig überholt wurdest, kann der Spaß am langsameren Allrounder schnell vergehen. Und wenn du am Meer bist, leihst du dir lieber ein richtiges Wave-SUP aus, am besten ein Hardboard. Dann hast du sicher auch in der Welle mehr Spaß als mit dem aufblasbaren Allrounder.

Aber, das ist nur eine Möglichkeit an die Sache heranzugehen. Natürlich haben die Allrounder auch ihre Daseins-Berechtigung, und es gibt Menschen, für die es genau die richtige Kategorie von Board ist.

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Wie setzt sich das Gewicht eines iSUPs zusammen?

Dazu kann ich ganz knapp sagen: Je leichter und somit einfacher im Handling das Board ist, desto teurer und empfindlicher ist es in aller Regel. Je schwerer ein Board ist, desto mehr Lagen PVC wurden meist verbaut. Es gibt sogenannte „Single-Layer-, Double-Layer- und Triple-Layer- bzw. Stringer-Technologien“. Für schwerere Paddler eignen sich meist mehrlagigen Boards besser, da sie in der Regel auch steifer sind. Hier spielt aber auch wieder die Preisklasse an sich eine große Rolle!

Noch mehr Materialkunde: Länge, Breite, Dicke, Volumen

Wenn man es mal ganz vereinfacht darstellen möchte, kann man folgende Aussage treffen: Die Länge bestimmt sehr stark den Geradeauslauf. Je länger ein Board ist, desto spurtreuer ist es in der Regel und je kürzer ein Board, desto wendiger ist es. Viele kennen ja auch den Spruch „Länge läuft“.
Die Breite ist hauptverantwortlich für die Kippstabilität und auch die Geschwindigkeit. Ein breites Board liegt natürlich viel stabiler im Wasser als ein schmales, es muss aber auch mehr Wasser zur Seite schieben, was es wiederum langsamer macht.

Die Dicke, jetzt wieder speziell bei den Aufblasbaren, ist entscheidend für die Steifigkeit. Um im Flachwasser gut zu funktionieren, sollte ein iSUP für einen Erwachsenen mindestens die 5 Inch Dicke haben, also ca. 12 Zentimeter.

Länge x Breite x Dicke ergeben schließlich das Volumen eines Boards. Bei den iSUPs ist es so, dass fast alle Boards, die für den Einsatz auf dem Flachwasser gedacht sind, ein ausreichendes Volumen bieten. Personen die über 100 kg wiegen, sollten sich bei einem Flachwasser-Board eher in Richtung 300 Liter (oder entsprechend noch mehr) Volumen orientieren. Die meisten Hersteller geben aber auch eine Empfehlung für das max. Fahrergewicht an.
Auch hier bildet die Kategorie SUP-Surfing eine Ausnahme. Beim Surfen werden Boards mit deutlich weniger Volumen im Vergleich zum Körpergewicht genutzt.

Das ist jetzt, wie schon gesagt, sehr vereinfacht dargestellt. Es gibt einige weitere Faktoren wie z.B. den Shape an sich (Verdränger oder Gleiter), die Rockerline, oder auch die Anzahl und Position der Finne(n), die Auswirkungen auf die genannten Eigenschaften haben. Auf alles einzugehen, würde jetzt aber den Rahmen sprengen.

Worauf du beim Paddel achten solltest:

Wenn beim ersten Boardkauf ein Paddel inklusive ist (meist ein robustes Alupaddel) spricht nichts dagegen, dieses erstmal zu benutzen. Wenn du sicherer wirst, dich nicht mehr mit dem Paddel am Ufer abstützt, nicht mehr in zu flaches Wasser fährst und deine Paddeltouren langsam länger werden, wirst du dich nach einem leichteren Paddel sehnen.

Leichtere Paddel bestehen aus Fiberglas oder Carbon, bzw. aus einem Mix der Materialien. Reine Fiberglas- oder Carbon-Paddel sind sehr leicht, aber eben auch empfindlich. Einige Hersteller bieten deshalb die Kombination mit einem robusten Paddelblatt aus Kunststoff an. Diese Kombi empfehle ich Einsteigern sehr gerne, da sie ein gutes Verhältnis zwischen Gewicht und Robustheit darstellt und bezahlbar ist.

Weitere wichtige Faktoren, auf die du beim Paddel achten solltest: Der Griff sollte dir ganz einfach gut in der Hand liegen. Verlasse dich hierbei ganz auf dein Gefühl. Der Schaftdurchmesser sollte zu deiner Handgröße passen. Einen großen Durchmesser richtig festzuhalten, ist für kleine Hände viel anstrengender als für große. Beim Paddelblatt solltest du als Anfänger eher die Dreiecksform als die Tropfenform wählen. Die korrekte Ausführung des Paddelschlags ist damit etwas leichter zu erlernen.

Von einem einteiligen Paddel würde ich SUP-Einsteigern abraten. Es gibt zwar verschiedene Faustregeln, um die individuelle Länge zu ermitteln, jedoch sind das wirklich nur grobe Faustregeln. Einsteiger sollten ein Variopaddel wählen. So können sie verschiedene Längen ausprobieren und sich in Ruhe der optimalen Länge annähern.

3-teilige Paddel sind perfekt, wenn du oft mit dem Zug oder dem Flugzeug verreist, da Brett und Paddel kompakt transportiert werden können.
Wenn du hauptsächlich auf einheimischen Gewässern unterwegs bist und diese mit dem Auto anfährst, empfehle ich ein 2-teiliges Paddel. Es hat eine Verbindungsstelle weniger, was es steifer und minimal leichter macht.

Thema Pumpe bei iSUPs?

Eine Pumpe benötigst du natürlich nur bei aufblasbaren Boards. Eine Handpumpe ist immer beim Kauf eines iSUPs dabei. In der Regel ist das auch völlig ausreichend, wenn du nur dein Board aufpumpen möchtest. Zudem ist es ein sehr gutes Aufwärmtraining vor deiner Paddeleinheit, und auf Reisen ist die Handpumpe einfach und leicht zu transportieren. Wenn du allerdings mit deiner Familie oder Freunden unterwegs bist und mehrere Bretter aufpumpen möchtest, kann es durchaus sinnvoll sein, zusätzlich eine elektronische Pumpe anzuschaffen.

Safety first: Nimm das Thema Sicherheit ernst!

Leider wird das Thema Sicherheit beim Wassersport häufig unterschätzt. Gerade Einsteiger denken oft, dass sie ja nur auf einem See unterwegs sind und sowieso noch vorsichtig sind. Aber gerade dann können auch Unfälle passieren!
Also lass das Thema Sicherheit nicht außen vor und informiere dich zum Beispiel in den Beiträgen über SUP Safety von Katja von cocoSUP oder bei SUPscout!
Dann steht deinem erfolgreichen und sicheren Einstieg in den SUP Sport nichts mehr im Weg!

Lieber Julian, ich danke dir von Herzen für die vielen Informationen und Tipps! Ich denke, die Leser wissen jetzt definitiv, worauf sie beim Kauf ihres ersten eigenen SUP-Boards achten müssen!

Wenn du möchtest, dann besuche Julian im Trittbrett-Trend&Sport in Speyer. Er berät dich gerne, sodass du mit deiner neuen SUP-Ausrüstung zufrieden bist und sicher übers Wasser paddlest.

Am 13. Mai 2017 eröffnet Julian seine Saison mit einer großen Party! Es wird ein toller Tag mit Live-Musik, Longboarding, fetten Rabatten, einer Tombola und vielen weiteren Aktionen, die du nicht verpassen solltest!

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Was richtig cool ist:

Julian hat mir drei fette Gutscheine gegeben, die ich jetzt verlosen werde!

Als Gewinner hast du die Wahl zwischen einer Ganztages Ausleihe (24h) I-SUP oder, falls du absoluter SUP-Neuling bist, einem SUP-Einführungskurs.

Du willst gewinnen? Mitmachen ist ganz einfach:

Trage dich in meinen Newsletter (in der Sidebar) ein und hinterlasse einen Kommentar unter diesem Blogpost, warum du so gerne Stand-up-Paddeln gehst oder warum du gerne in den SUP Sport einsteigen möchtest!

Teilnehmen kannst du bis zum 11. Mai 2017, danach werde ich die Gewinner mittels Verlosung ermitteln. Die Gewinner werden im Anschluss auf meinem Blog bekannt gegeben.

Um teilnehmen zu können musst du mindestens 18 Jahre alt sein. Die Teilnahme ist kostenlos. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ich wünsche dir ganz viel Glück und hab Spaß auf dem Wasser!

Viele liebe Grüße

Deine Katja

Dieser Blogbeitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Julian von Trittbrett-Trent&Sport.

Fotos: Marc Kaltenmeier, Daniel Höhr, Julia Vanessa Utsch